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Hans-Peter Stark — Werke (Auswahl)


Hans-Peter Stark, Die Membran rotiert, 2011/12



Hans-Peter Stark, Fluency is Compilation, 2009/2010


Swings like a dog's tail wagging, 2008 und 2009


Objekte, 2008/2009


The tune of gathering, 2007


2006/2005

Hans-Peter Stark
Hans-Peter Stark verwendet in seiner Malerei viel Farbe, die dick auf die Leinwand aufgetragen wird. Zuweilen wird das Material gar direkt aus der Tube auf die Leinwand gedrückt. Dabei wird das, was man sonst als Pinselstrich beschreiben würde, zu einem Grat von Ölfarbe auf der Leinwand. Diese Farbgrate werden zu Linien, die wesentlich die Bilder Hans-Peter Starks bestimmen. Diese Farbstriche können dabei sehr diszipliniert sein und sich der Struktur des Motivs unterordnen. Kontur und Binnenzeichnung werden damit angegeben. Die Linien können aber auch zügelloser auf dem Bild sitzen oder eigene, raumgebende Funktionen erfüllen. Sie entwickeln eine eigene Dynamik, die wie ein kleiner Regelverstoß innerhalb dieser Malerei anmutet. Überlegte, kultivierte Freiheit ist das Ergebnis.

Insofern birgt die Malerei Hans-Peter Starks eine gewisse Zwiespältigkeit, die darin besteht, dass sie konsequente Malerei ist, die dahin reicht, die Farbe als Stoff aufzufassen. Auf der anderen Seite wird diese Auffassung dazu benutzt, ganz eindeutig zeichnerische Aspekte umzusetzen.

Auch die Raumauffassung Hans-Peter Starks in seinen Gemälden ist zuweilen durch Uneindeutiges bestimmt. Auf den ersten flüchtigen Blick abstrakt anmutende Farbfelder und Farbkanten werden zu Wänden und Raumkanten, die den Bildraum staffeln. Dabei wechselt Hans-Peter Stark immer wieder die Malweise von dem pastosen, fast schon modellierendem Farbauftrag zu einem flächigen, dünnerem Malen.

Die formalen Aspekte dieser Malerei sind das Eine, das Andere ist die Themenwelt Hans-Peter Starks. Und da ist der Maler ganz Kind seiner Zeit: nicht Retrospektives oder Ewigkeit heischende Assoziationen sucht er festzuhalten. Es ist mehr die Bildwelt der Popkultur, der hier nachgespürt und die zum Gemälde ausgearbeitet wird. Anklänge an Plattencover, Bandaufnahmen werden spürbar, aber auch dem ewigen Helden der Popkultur, dem Cowboy wird Rechnung gezollt. Filmstills, Comics, die verschiedensten Bezüge werden beim Betrachter wach. Und dies ist der Punkt, wo diese Bilder auf einer weiteren Ebene interessant werden, zeigen sie doch, dass die Grenzen innerhalb unserer Bildwelt immer mehr verschwimmen. Adaption, Zitate von Bildern unterschiedlichster Quellen und deren Formsprachen werden zu einem breiten Bild-Kanon, aus dem man sich bedient. Allen gemein ist die Bildästhetik, die durch das medial vermittelte Bild bestimmt ist. Attitüde und Pose sind ebenso wichtig wie Bildbeschnitt und Collage -, „Bildsampling“.

In diesem Sinne bringt Hans-Peter Stark in seiner Malerei inhaltlich wie auch formal die wichtigsten Aspekte der zeitgenössischen Malerei auf den Punkt.

Hans-Peter Stark — Biographie

1971 geboren in Stuttgart
2004 Meisterschülerabschluss an der Akademie für Bildende Künste, Mainz


Studienaufenthalte: 1996 New York City, „Mark yO thRRiToRy“-Projekt; Gitarrist der dt.-amerikanischen Rockband „The Merry Pranksters“
1998 Rom
2002 Toulouse, Ecole Supériere des Beaux-Arts

Preise/Auszeichnungen

2008 Arbeitsstipendium im Künstlerhaus Lukas für 2010, gefördert durch das
Land Mecklenburg-Vorpommern
2002 Salzburg-Stipendium der Stadt Mainz
2001 Bosch WORKART Förderpreis, 3. Preis


Einzelausstellungen

2011Mitunter rosa Atemluft, Galeriehaus Nord, Nürnberg
Hundertvierzig Quintillionen Grad, Alte Schmiede Kunstverein, Wien (mit Tobias Falberg)
Urbane Bildräume/Klanräume 1, Projektgalerie Rottstrasse 5, Bochum
2010 fluency is Compilation, Galerie Greulich
2009 Swings like a dog's tail wagging, Galerie Greulich (K)
2007 The tune of gathering, Galerie Greulich
2006 Organize a Movement, Galerie Greulich
Colour Dis Play, Kunstverein Worms
Like a brilliant Life, Kunstverein Schwetzingen
Helden des Alltags, Kunstverein Germersheim
2005 Desperado-Colorado, Galerie Greulich
2004 Junge Kunst 9, Kunstforum Rheinhessen (mit Nikola Jaensch)
2003 wHaT´s wRoNg?, Galerie starsonstripes.com, Hamburg
2002 „Malerei“, Brigitte March Galerie, Stuttgart (mit Sabine Pfeiffer)
2001 u gOt mY NuMbeR..., Brigitte March Galerie, Stuttgart
Galerie der Stadt Fellach
2000 u gOOd iF u cO@L..., Brigitte March Galerie, Stuttgart
1999 Premiere, Brigitte March Galerie, Stuttgart

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2010 Animal Art, Kunstverein Schwetzingen
2009 Menschenbilder 1620/2009 - Zeitgenössische Bildnisse begegnen alten niederländischen Portraits, Museum Abtei Liesborn
2008 Fieber tief in den Taschen“ , Schloß Waldthausen, Mainz (K)
Kunstpreis des Landkreises Trier-Saarburg, Europäische Kunstakademie Trier (K)
2007 FLUT_LICHT, Kunstforum Rheinhessen/Altes Rathaus Ingelheim
2005 Bologna Flash Art Show, Ermanno Tedeschi Gallery, Turin
Milano Flash Art Show, Ermanno Tedeschi Gallery, Turin
2004 schluß mit cool, Altes Polizeipräsidium, Frankfurt/Main
2002 Kunstverein Mainz
2001 Bosch Förderpreis WORKART, Flughafen Stuttgart
2000 Genre-Painting, G7, Berlin

Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen

Regierungspräsidium / Staatsgalerie Stuttgart
Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung
Kölnisches Stadtmuseum, Artothek
Galerie der Stadt Fellbach
Kunstsammlungen der Stadt Mainz
Sammlung SØR