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Uwe Schnatz

Uwe Schnatz´ neue Arbeiten sind vordergründig Gemälde: Landschaften, Seestücke, Portraits und ein Interieur, damit deckt Uwe Schnatz alle „klassisch“ zu nennenden Sujets der Malerei ab. Es geht in diesen Gemälden aber nicht nur um Malerei und der ihr innewohnenden Spezifika, es geht auch um die Frage nach dem Bild an sich.

Zu sehen sind gewissermaßen Zitate aus der Kunst, die ihr Medium in der Fotografie gefunden hat. Dementsprechend sind auch die Titel der Gemälde Hinweise auf ihre Quellen: „Andreas Gursky, Chicago Board of Trade“ wird da genannt, außerdem lassen sich Fotoarbeiten von Thomas Ruff, Hiroschi Sugimoto und Elger Esser nachweisen.

Uwe Schnatz überträgt nun diese Inkunabeln der zeitgenössischen Fotografie in die Malerei, Zeichnung, die Formate entsprechen dabei denen der Fotografie. Das Spannende an dieser Auseinandersetzung um das fotografische und das gemalte Bild sind die Eigenheiten, die sich in den Gemälden auftun. Es sind Eigenheiten und nicht lediglich Veränderungen der fotografischen Vorlage. Denn diese muss man nicht kennen, muss man nicht als Vergleichsobjekt sehen.

Bei der Wahl der Malweise lies sich Uwe Schnatz von den Vorlagen noch leiten, so verlangen die Landschaften von Elger Esser die seichten Lasuren, die Schicht für Schicht übereinander gelegt werden. Andreas Gurskys Aufnahme von der Börse dagegen schreit förmlich nach dem pastösen Auftrag der Ölfarbe, die dadurch einen eigenen Materialwert bei dem Gemälde erhält.

Darüber hinaus entwickelten die Gemälde während der Arbeit eine eigene Dynamik, so wurden die Farbwerte zum Teil verlagert, erhöht oder auch abgeflacht. Das Ergebnis ist dabei eine Malerei, die nicht eine Fotografie imitieren will, sondern die ihre eigenen Qualitäten einfordert.
als Betrachtern.


Uwe Schnatz - Biographie

1956 geboren in Mömlingen.
1979-82 Ausbildung zum Glas- und Porzellanmaler an der staatl.
Glasfachschule in Hadamar.
seit 1984 Arbeiten im Bereich Kunst am Bau.
seit 1991 freie Arbeiten.
seit 1995 Mitorganisation des artist in residence - Programms für Wacker Kunst in Mühltal.
seit 2000 Konzeption und Organisation von Loox, eine Veranstaltungsreihe
zu Film, Video und virtuellen Medien (in Zusammenarbeit mit Ralf Peters).


Ausstellungen (Auswahl)

2005 Versionen Galerie Greulich
rewind, Video-Installation, Nassauischer Kunstverein , Wiesbaden

2004 3 Positionen | Wacker Fabrik | Mühltal, KREIS Galerie, Nürnberg (B)
Blumen für das Archiv, Kunstarchiv Darmstadt (B)
brüger peters schnatz, Kunstpunkt Berlin (B)

2003 Striche gegen das Nichts, Video-Installation, Institut Mathildenhöhe, Darmstadt (B)
Lange Nacht der Musen, Videoarbeiten, Kunstarchiv Darmstadt (B)

2002 KunstZürich, Kunstadapter (B)
immer essen, Neuer Kunstverein Aschaffenburg (B)
Desktop Nights, Video-und Computer-Installation auf dem Gelände der Wacker Fabrik, Mühltal (B)

2001 Kurze Nacht der Museen und Galerien, Rauminstallation, Kunstadapter, Wiesbaden (E)
Loox 7, Videoarbeiten, Wacker Galerie, Mühltal (B)
preview-review, Galerie Kunstadapter, Frankfurt/M (B)
Punkt 4, "Amerikaner, weiß", Multiple´s Magazine, Darmstadt - Paris (B)
"Stillleben nach... / Les Soupes en Sachet", Galerie Kunstadapter, Frankfurt/M (E)
"Green to Red", Video-Installation, Fußgängerzone, Caligari FilmBühne, Wiesbaden (E)

2000 Austausch, Kunstfabrik am Flutgraben, Berlin (B)
„Passanten“, Installation, e-zwei Galerie, Berlin (B)

1999 Heimspiel, Wacker Galerie, Mühltal (B)
Vogelfrei III - Inszenierte Gärten, Installation, Darmstadt (B)

1998 „Vor Ort“, Installation, Kommunale Galerie der Stadt Darmstadt (E)
Solitude Bar, Videoarbeiten, Ferienkurse für neue Musik, Darmstadt (B)

1997 Wacker Kunstsalon, Mühltal (E)
„Ufos über der Wacker Fabrik“, Installation, Wacker Fabrik, Mühltal (B)

1994 Folyàmat Galeria, Budapest (E)
Kunst-Werktag, Breuberg (B)



E= Einzelausstellung
B= Ausstellungsbeteiligung

Galeriade, Neue Kunst Gallery, Athen