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Stefanie Schneider
Endstation Sehnsucht
neue Fotoarbeiten

Ausstellung vom 25. Juni bis zum 31. Juli 2004

Stefanie Schneider scheint in ihren Fotoarbeiten das Manipulieren und Inszenieren in den Vordergrund ihrer Arbeitsweise zu stellen. Allerdings ist dies nur ein Teil der Wahrheit, die aus ihren Bildern spricht.

Polaroids sind der Ausgangspunkt von Stefanie Schneiders Fotografien. Zuerst waren es Filme, die bereits ihr Verfallsdatum überschritten hatten und sich deshalb bei der Entwicklung dem vorgegebenen Muster widersetzten. Schlieren entstanden, die Farbwerte waren verfälscht. Eine Ästhetik des Ungewollten entstand so. Dieser Wink des Zufalls führte Stefanie Schneider zu ihrer formalen Bildsprache.

Bei der inhaltlichen Umsetzung ihrer Konzeptionen changiert Stefanie ebenso zwischen kalkulierter Inszenierung und zufälligem "Schuß". Manipulation und Zufall ergänzen sich dabei zu Bildern, die weit über das herkömmliche fotografische Bild hinausgehen. Das Ergebnis sind Sequenzen, in denen bisweilen Geschichten angedeutet werden. Die Arbeiten die unter dem Titel "29 Palms, CA" zusammengefaßt werden, funktionieren so. Da sieht man die kalifornische Landschaft, Tankstellen und Hotelzimmer, junge Menschen, grell geschminkte Frauen mit gelben und orangenen Perücken auf dem Kopf – die sich im Kopf des Betrachters zu einer Geschichte zusammenfügen. Bei jedem Betrachter eine eigene.

Die Szenerien, die uns Stefanie Schneider präsentiert, sind immer geprägt von einer intensiven Lichtstimmung, deren Hitze sich bisweilen in leichten Überbelichtungen wiederfindet. Auf der anderen Seite transportiert die formale Gestaltung der Bilder in Ausschnitt, Handlung und Licht immer eine Stimmung von bitter-süßer Romantik - einer dem Alltag entflohenen Welt. Sehnsucht atmen diese Bilder, Sehnsucht nach dem Anderen, dem nicht genau definierbaren.

Der Film spielt für Stefanie Schneider als persönlicher Bezugspunkt eine Rolle und so finden sich in ihren Bildern Anklänge an die Bildästhetik des bewegten Bildes. So sind denn in den Arbeiten Stefanie Schneiders nicht lediglich Figuren abgebildet. Vielmehr sehen wir Protagonisten und Momentaufnahmen von Geschichten, deren genauen Verlauf und Ende wir nicht kennen.

Biographie

1968 in Cuxhaven geboren

1996 MFA, Folkwang Schule, Essen

Lebt und arbeitet in Los Angeles und Berlin

Ausstellungen (Auswahl, * = Einzelausstellung)

2004 Zelda Cheatle Gallery, London * (in Vorbereitung)
Brotfabrik, Berlin (in Vorbereitung)
Oilfields, Susanne Vielmetter Los Angeles Projects, Los Angeles *
l'USINE GALERIE photo, Brüssel *
Galerie Nicola Kiwall, Paris *
Endstation Sehnsucht, Galerie Greulich, Frankfurt am Main *
29 PALMS, CA, Galerie Kaempf, Basel *, Katalog

2003 Dream Girl, Marvelli Gallery, NY *
Armory Show NY mit Susanne Vielmetter LA Projects, Los Angeles

2002 1 Site 2 Places II, KUNST+PROJEKTE Sindelfingen e.V.
Realities and Histoires d´amour, Kunstverein Ulm
Winter und Winter, München, cd, Exhibition in Concert
Galerie Michael Zink, München *-
Night On Earth, Städtische Ausstellungshalle am Hawerkamp, Münster, Katalog
Rough Cuts, Susanne Vielmetter LA Projects, Los Angeles *
Entweder? Oder!, Kunstallianz, Treptowers, Berlin, Katalog

2000 Kunststiftung Poll, Berlin *
Instant Dreams, Susanne Vielmetter LA Projects, Los Angeles *
Neue Fotografie, Galerie Schedler, Zürich
Film und Fotografie im Dialog-Sehnsucht und Utopie, Museum Wiesbaden;
Kunstadapter, Wiesbaden, Katalog

1999 Gasoline, Galerie Michael Zink, Regensburg *
Jetzt in Berlin, Büro für Photographie, Stilwerke Berlin

1998 Büro für Photographie, Stuttgart *
Deutsches Generalkonsulat, Los Angeles *
Californian Consolidation, Galerie Anita Beckers, Frankfurt *